The man dressed to avoid recognition: a dark coat swollen over a fleece-lined sweatshirt. The silhouette formed by their combination abstracts his own. If he were to pass an acquaintance, familiarity wouldn’t register. He could move through the city anonymously, and those whose paths he crossed would feel themselves so too. In this manner of procession, proximity lost significance; nearness was rendered a dead metric. Owing to his sparse interactions, the man developed a heightened sensitivity to noise, to light, to gesture, to sensation. He walked slowly, allowing time for each minute detail to register.
- aus Any volume of light is also a cathedral: a demarcation of space with unspecified, yet limitless, contents
Camille Clair, 2026
Jonida Laçi interessiert sich für die Bedingungen, unter denen Dinge sichtbar werden und Form annehmen. Die Produktions- und Rezeptionsprozesse von Bewegtbild und Skulptur bilden den Bezugsrahmen ihrer Praxis, die sich in verschiedene Medien übersetzt, und fortlaufend verhandelt, was ein Bild, ein Objekt oder ein Material leisten kann.
„They trenched“ bringt unterschiedliche Herangehensweise und Affinitäten zusammen: Neben einer Kollaboration mit der Künstlerin Valentina Triet, die im vergangenen Jahr entstanden ist, sowie einer Serie von Skulpturen, die Jonida Laçi seit 2022 immer wieder aufgreift, hat sie die Künstlerin und Autorin Camille Clair eingeladen, einen Text zu verfassen, der die Ausstellung begleitet. Er erscheint im englischen Original, sowie in deutscher Übersetzung von Lea Vajda.
Jonida Laçi (*1990 in Durrës, Albanien) lebt und arbeitet in Wien. Ihre Arbeiten wurden in Einzelausstellungen bei Can, Wien (2023), und marais/moeras, Brüssel (2025), gezeigt sowie in Duo-Ausstellungen bei Courtney Jaeger, Basel, Kunsthalle Wien (beide 2025) und Solutions!, Mailand (2026). Darüber hinaus war sie an Gruppenausstellungen bei Forde, Genf, Shellspace, OxfordBerlin/Linienstrasse, Düsseldorf (alle 2025), Fondation Tschuess, Karlsruhe, und Galerie der Stadt Schwaz, Tirol (beide 2022), beteiligt. Laçi studierte Objekt-Bilhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien und wurde 2025 mit dem Kunsthalle Wien Preis ausgezeichnet.
